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Stellungnahme zu Initiativantrag
zu Sonn- und Feiertagsarbeit

Erarbeitet von der Allianz für den freien Sonntag

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PA: Erzbischof Kothgasser: "Nicht alles zu Arbeits- und Konsumzeit machen"

SALZBURG (eds/wk – 31. 5. 2012) / Erzbischof Dr. Alois Kothgasser teilt die Ansicht der Katholischen Aktion und der christlichen Kirchen Salzburgs, dass es keiner Ausnahmeregelung für die Sonntagsöffnung eines Supermarktes am Salzburger Hauptbahnhof bedarf. Die gültigen Bestimmungen reichten aus, den Bedarf der Bahnreisenden an diesem freien Tag zu decken. „Die Sonntagsruhe soll respektiert werden“, betont der Erzbischof.

Der Oberhirte verweist auf das „Sozialwort des ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich“, das klar definiert, dass der freie Sonntag als Chance für Ruhe und Feiern, für die Pflege sozialer Kontakte und für religiöse Feste zu schützen ist.

„Der arbeitsfreie Sonntag bedeutet eine Grenze zwischen fremdbestimmter und selbstbestimmter Zeit und wirkt dem Trend entgegen, dass alle Lebenszeit zu Arbeits- und Konsumzeit wird“, sagt der Erzbischof. Der Sonntag garantiere Zeitwohlstand und Lebensqualität – für die Person und für die Gesellschaft. Gerade heute, wo viele Menschen Überforderung im Beruf beklagen und von Burnout betroffen seien, sollte Zeit für Ruhe und Entschleunigung bleiben. Die Tatsache, dass viele Menschen am Sonntag arbeiten, könne keine Legitimation sein, andere auch noch in Sonntagsarbeit zu drängen.

Der Erzbischof begrüßt den ausdrücklichen Schutz der Sonntagsruhe in der Salzburger Landesverfassung und warnt davor, grundgesetzlich festgelegte Werte, die allen in der Gesellschaft dienen, unter dem Titel „Ausnahme“ zu umgehen. Die Wirtschaft fordert der Salzburger Erzbischof auf, „die Sonntagsruhe zu respektieren und sonntags – im Sinne einer freiwilligen Beschränkung – Geschäfte nur im unbedingt nötigen Maß zu betreiben“.