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PA: Kritik an Sonntagsöffnung am Salzburger Bahnhof

Eine solche Politik untergräbt den freien Sonntag

(30.5.2012) Allianz für den freien Sonntag Österreich kritisiert Salzburger Entscheidung als nicht nachhaltig

„Die Entscheidung der Salzburger Regierung zur Sonn- und Feiertagsöffnung bis 23.00 Uhr von Läden bis 385m2 am Salzburger Hauptbahnhof ist ein Kniefall vor einer der großen Supermarktketten in Österreich“, kommentiert Franz Georg Brantner, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag Österreich, die heute beschlossene Verordnung in Salzburg. „Warum soll den Takt der Gesellschaft ein Konzern vorgeben, wo doch die Mehrheit der Menschen den Rhythmus des freien Sonntags schätzt?“. Mit Maß und Ziel – wie der zuständige Landesrat das nennt - habe diese Verordnung aber schon gar nichts zu tun, so Brantner.

„Diese Entscheidung ist alles andere als nachhaltig und dies ist zu kritisieren“, sagt Bischof Ludwig Schwarz, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag Österreich: „Eine solches politisches Handeln untergräbt den freien Sonntag und gefährdet gesellschaftlichen Zeitwohlstand und Lebensqualität. Es geht doch nur um das Rennen um Marktanteile und um einen Vorsprung“. Die Salzburger Wirtschaftskammer hatte sich im Vorfeld ebenfalls gegen eine solche Entscheidung des Gewerbelandesrates gewandt, erinnert die Sonntagsallianz.

„Wir kennen das aus dem Vereinigten Königreich. Am Schluss ist die Sonntagsruhe weg und der Sonntag ein Werktag wie jeder andere auch. Wir hoffen, dass diese Erkenntnis auch die Salzburger Verantwortlichen zum Nachdenken bringt“, so Brantner abschließend.


Die Allianz für den freien Sonntag Österreich umfasst über 50 Organisationen aus den Bereichen Freizeit-, Kinder- und Jugendorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen und zivilgesellschaftliche Organisationen.