Newsletter 01/2012
Inhalt:
• „8 days a week“ Dossier Präsentation 1.2.2012, Wien
• Im Fokus: Sonntagsarbeit in Wien. Internationaler Foto-Workshop 18.-22.5.2012
• Rumänien: Feiertagsöffnung – teilweise zurückgenommen
„8 days a week“ ksoe-Dossier Präsentation Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags Wien
Mittwoch, 1.2.2012, 18.30 Uhr, Fachbuchhandlung des ÖGB-Verlags, Rathausstraße 21, 1010 Wien
Diskussion mit:
Diözesanbischof Ludwig Schwarz Österr. Bischofskonferenz, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag Österreich
Johanna Riegler Kultur- und Sozialanthropologin, Wien
Petra Steinmair-Pösel Institut für Sozialethik, Universität Wien
Franz Georg Brantner Österr. Gewerkschaftsbund, Sprecher der Allianz für den freien Sonntag Österreich
Gabriele Kienesberger Katholische Sozialakademie Österreichs - Heftredaktion
Moderation: P. Alois Riedlsperger SJ (Leiter der ksoe)
Virtuelle Installation „über die Zeit hinweg“ (Richard Schwarz)
Zeitpolitik kann als zweite Generation des Wohlfahrtsstaates angesehen werden, der neben materiellen Gütern auch für Zeitwohlstand und Lebensqualität verantwortlich ist. Das vorliegende Dossier geht der Entwicklung des modernen, kapitalistisch geprägten Zeitverständnisses nach und nimmt aktuelle Herausforderungen wie Zeitnot und soziale Ungleichheit oder Geschlechteraspekte von Zeit in den Blick. Eine zunehmend individualisierte und flexibilisierte Gesellschaft benötigt u.a. zeitliche Rhythmen und verlässliche gemeinsame Zeiten wie den freien Sonntag. Das Dossier benennt Entwicklungen und formuliert Kriterien für eine emanzipatorische Zeitpolitik.
Inhalt des Dossiers „8 days a week. zeit_gerechte Politik im flexiblen Kapitalismus“
• Richard Schwarz_"Kauft die Zeit aus!"
• Johanna Riegler_Kann denn Zeitverschwendung Sünde sein?
• Lieselotte Wohlgenannt_Arbeit und Zeit im Prekariat
• Linda Pelzmann_Krise und Zeit
• Anna Wirtz, Friedhelm Nachreiner, Katharina Rolfes_Sonntagsarbeit - Auswirkungen auf Sicherheit, Gesundheit, Work-Life-Balance
• Michael Gemperle_Ein halbes Leben
• Petra Steinmair-Pösel_Selbst-bestimmte Zeit?
• Ingolf Erler_Zeitdimensionen des Lernens
• Ulrich Mückenberger_Zeitwohlstand
• Allianz für den freien Sonntag_10 Jahre
40 Seiten Euro 5,00 zuzüglich Porto: Euro 1,25 (Inland) - Euro 3,50 (Europa);
Staffelpreise bei größerer Stückzahl! Bestellung: www.ksoe.at (Publikationen),
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oder 01-310 51 59
Bei Interesse an Präsentationen in anderen Bundesländern:
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Im Fokus: Sonntagsarbeit in Wien. Internationaler Foto-Workshop
18.-22.5.2012, jeweils 9.00 - ca. 18.00 Uhr
Ausgehend von kritischen Überlegungen zur Sonntagsarbeit, ihrer Notwendigkeit und ihren Auswirkungen im familiären und sozialen Bereich, suchen wir Orte auf, an denen sonntags gearbeitet wird. Wir machen uns auf den Weg in verschiedene Wiener Bezirke, zu Hilfs- und Pflegeeinrichtungen, Unternehmen, Tourismus- und Freizeitbetrieben, Bahnhöfen, Sicherheitsdiensten, etc.
Nach einer Einführung über unterschiedliche Fotografiertechniken und mit Information zur Sonntagsarbeit bepackt, geht’s auf zur Fotosafari durch Wien. Schließlich werden die aussagekräftigsten Fotos für eine Ausstellung ausgearbeitet. Mit einer Vernissage (22.5., abends) findet der Workshop seinen Abschluss.
Die Ausstellung wird im Anschluss im Kardinal König Haus, Wien, öffentlich zugänglich sein.
TeilnehmerInnen: max 20 (davon sind 13 Plätze für TeilnehmerInnen aus anderen europäischen Ländern im Rahmen des EU Programms Lebenslanges Lernen/Grundtvig Workshops reserviert).
Anmeldung:
E-mail:
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Tel.: 01/3105159-97
Anmeldeschluss: 20.3.2012
Teilnahmebeitrag: 130,- (inkl. Verpflegung)
Eine Kooperationsveranstaltung von Allianz für den freien Sonntag Österreich, ksoe und Kardinal König Haus
Rumänien: Feiertagsöffnung – teilweise zurückgenommen
Beschäftigte von Real Rumänien (gehört zur METRO Gruppe) erzielen Kompromiss im Hinblick auf Öffnung der Geschäfte an den Weihnachtsfeiertagen
Am 19. Dezember 2011 nahm die Gewerkschaft von Real Rumänien spät nachts ein Angebot des Unternehmens an, nach dem die Geschäfte nur an einem der beiden Feiertage, statt wie beabsichtigt an zwei Tagen (25. Dezember und 1. Jänner) geöffnet werden und die Geschäfte am 1. Jänner somit geschlossen blieben.
Real Rumänien bestätigte ferner, dass der bestehende Kollektivvertrag, der am 31. Dezember 2011 ausläuft, solange in Kraft bleiben wird, bis die Verhandlungen über ein neues Abkommen abgeschlossen sind.
Das Unternehmen bekräftigte auch erneut sein Engagement in Bezug auf faire Arbeitsbedingungen und Sozialpartnerschaft und wird sicherstellen, dass Gewerkschaftsmitglieder und gewählte Gewerkschaftsbeauftragte mit größtem Respekt behandelt werden.
Natürlich hätten wir uns für die Beschäftigten gewünscht, an beiden Feiertagen zu Hause sein zu können, aber die Gewerkschaft glaubt, dass dies in Anbetracht der Lage und der zusätzlichen Bekräftigungen in Bezug auf die Fortführung des Kollektivvertrags das bestmögliche Ergebnis ist.
Im Namen unserer rumänischen Kolleginnen und Kollegen möchte ich euch für euer rasches Handeln und die große Solidarität, die ihr gegenüber den Beschäftigten von Real Rumänien zum Ausdruck gebracht habt, danken.
Dank euch und eurer Unterstützung* konnte die Gewerkschaft einen wichtigen Sieg erringen und wir konnten Metro zeigen, wie stark wir sind, wenn wir gemeinsam handeln.
Alke Boessiger, Abteilungsleiterin
UNI Handel und UNI Zeitarbeit
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www.uniglobalunion.org
* Die internationale Solidaritäts-Kampagne wurde vor allem von BetriebsrätInnen und GewerkschafterInnen getragen.
